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Die wichtigsten im Stück handelnden Personen stellen sich vor und kommentieren etwas ihr Umfeld. Die Bilder stammen aus dem Jahr 2004 und zeigen die jeweiligen Darsteller bei der Uraufführung im Rhomberg-Steinbruch Hohenems-Unterklien in Vorarlberg (Österreich).
Gode Bissula von den Sueben Tilrun Liutgart von den Sueben Lantfrit von den Burkharde Notker von den Udelbaldingern Chilperich Sigibert
Der Gode von Rhî-Ems

Von unserem alten Goden wurde ich einst in die Riten und Traditionen unseres Stammes eingeweiht. Seither bin ich mitverantwortlich für das Heil unseres Stammes, das nicht zuletzt durch die Opfer-, Lebens- oder Jahresfeste erhalten bleibt. Ich stehe unserem Stammesrat zu Seite, berate und unterstütze ihn wo ich kann. Und ich hüte das Stammesheiligtum von Rhî-Ems.
Die Opferpferde mit ihrem heiligen Wiehern sind Vertraute der Götter; wir Goden sind deren Freunde. Die Götter sind der Stein, die Sonne und der Wind. Den Göttern bin ich verpflichtet – niemandem sonst. Es ist sehr unweise und töricht, meinen Ratschlag zu übergehen. Lantfrit und Notker? Während der Namensgebung wurde ich von einer Vision überwältigt. Lantfrit soll eines Tages das Oberhaupt von Rhî-Ems und Notker sein stärkster Krieger sein!
Lantfrit entwickelt sich prächtig! Er ist ein Heil bringender Mann geworden... und ein starker Krieger. Da er kein Interesse an den Frauen von Rhî-Ems zeigt, hat sein Vater noch vor seinem Tod um die schöne Bissula von den Sueben für ihn geworben. Diese beiden Menschen passen wirklich gut zusammen. Unser Stamm braucht starke Kinder!
Notker steht – wenn es darauf ankommt – wie ein Fels an Lantfrits Seite. Er hat allerdings von je her eine sehr seltsame, innere Unzufriedenheit. Er ist deshalb manchmal leider sehr unruhig und hitzig. Dennoch: selten habe ich einen Kriegermit solcher Inbrunst zum Wolfskrieger werden sehen!
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Bissula von den Sueben
Ich bin Bissula von den Sueben. Tochter des Gotfrid und der Gerhild. Nach dem Tod meiner Mutter webten meine Schwester Liutgart und ich ein starkes Band der Freundschaft, wie es selten unter Geschwistern ist. Nachdem unser Vater in der Schlacht gefallen ist wurde mir gesagt, dass ich Lantfrit von Rhî-Ems heiraten soll. Liutgartist ohne Zögern mitgekommen. Wie froh bin ich, sie als Vertraute bei mir zu haben.
Was für ein stattlicher Krieger Lantfrit doch ist. Er hat mich vom ersten Moment an mit seinen Blicken verzaubert.
Liutgart hat sich in einen Ulfhednar mit Namen Notker verliebt! Es kommt alles so, wie es die Götter vorherbestimmt haben.
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Tilrun

Ich bin Tilrun, Tochter des Unfreien Randbert und der Sieglinde. Als meine Mutter erkannte, welche Kraft in mir wohnt, lehrte sie mich viele Zauber und heilbringende Lieder.
Lantfrit? Ein stattlicher Krieger… jede Jungfrau in Rhî-Ems hätte ihn gerne zum Mann. Der Gode sagt, die Nornen haben ihm prophezeit, dass er unser Anführer werden soll. Das ist auch der Grund, warum er sich so selbstsicher und eitel benimmt. Notker ist dagegen ganz nach meinem Sinn. Ein Ulfhednar. Der einzige Krieger in Rhî-Ems, der vor Lantfrit keine Angst hat. Und er ist ein sehr leidenschaftlicher Kämpfer. Ich sage sogar, Notker ist besser als Lantfrit. Was ich nur nicht ganz verstehe: warum bietet er Lantfrit denn nicht endlich die Stirn…
Ich habe mich entschlossen, alles zu tun was nötig ist, um Notker den verdienten Platz als Anführer der Alamannen zukommen zu lassen. Wahrscheinlich glauben alle, dass ich Notker nur benutze um eines Tages eine freie Frau zu werden – eine heilvolle Ehefrau und Sippenmutter der Udelbaldinger. Aber Notker und ich … wir beide wissen es besser! Ja, ich folge stets freimütig meinem Herzen und nicht nur den Stimmen der Götter... denn es ist mein Sinn, den ich im Leben suche.
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Liutgart von den Sueben
Ich bin Liutgart. Tochter des Gotfrid und der Gerhild. Seit dem Tod meiner Mutter lebe ich sehr eng mit meiner Schwester Bissula zusammen – zumal sich unser Vater nicht wieder vermählte. Da jetzt aber auch er nicht mehr lebt, gehe ich voller Freude und Erwartungen mit Bissula nach Rhî-Ems die dort Lantfrit heiraten wird.
Wenn Träume wahr werden, dann muss es wie bei Bissula und Lantfrit sein. Solch Glück und Liebe zeigt die Gunst der Götter. Wie doch im Gewebe des Schicksals nichts verloren, sondern alles seiner wahren Bestimmung entgegen geht. Heil meiner Schwester! Heil Lantfrit!
Als ich Notker – einen Wolfskrieger von Rhî-Ems – zum ersten Mal sah, entflammte sich mein Herz.
Notker ist stark und klug, lässt sich nichts gefallen – und in seinem Schutz könnte ich mich geborgen fühlen. Ich spüre, wie sich bei mir heiße Liebe entfacht. Doch, werde ich ihn für mich gewinnen können? Da ist diese Tilrun...
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Lantfrit von den Burkharde
Ich bin Lantfrit von den Burkharde – ein sehr gut ausgebildeter Krieger.
Da ich ein eifriger Opfergeber bin, stehen der Gode und ich uns sehr nahe.
Auf dem Thing war ich schon in jungen Jahren ein guter Redner – ich bin bereit, Verantwortung zu übernehmen.
Der Fortgang des Krieges ist meiner Meinung nach für uns das falsche Mittel für eine Heil bringende Zukunft – deshalb gibt es zwischen Notker und mir auch manchmal Unstimmigkeiten... Notker ist ein ehrvoller Krieger, der stets Seite an Seite mit mir kämpft. Getrieben von der Kraft des Wolfes, ist er ein außerordentlich leidenschaftlicher Ulfhednar. Durch seine magische Einweihung gelingt es ihm zudem auch tief in die Welt der Visionen einzutauchen.
Durch meine Träume habe ich ein klares Bild meiner zukünftigen Ehefrau vor Augen. Keine andere werde ich lieben können. Ich werde auf sie warten…
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Notker von den Udelbaldingern

Ich bin Notker von den Udelbaldingern.
Seit meiner Einweihung trage ich die Kraft des Wolfes in mir. Und es macht mich stolz, diesem Kriegerbund anzugehören. Gerne gehe ich den Weg eines Ulfhednar. Darin liegt mein Heil!
Die Götter haben mein Schicksal bestimmt, hinter Lantfrit ein großer und ehrbarer Krieger von Rhî-Ems zu werden. Ich bin bereit, für Lantfrit zu kämpfen… und zu sterben. Dennoch wohnen zwei Seelen in meiner Brust, da ich das Heil der Alamannen über das Heil von Lantfrit stelle.
Ich vertraue auf den Rat der Wölfe, meine Visionen – den Willen der Götter. Mit Tilrun habe ich ein Mädchen gefunden, das mir – egal was kommt – zur Seite stehen wird. Sie sieht wundervoll aus und ist stark in ihrem Wesen. Und sie ist leidenschaftlich. Was kann sich ein Mann noch mehr wünschen? Dass sie eine Unfreie ist, stört mich nicht. Ich denke, sie wäre auch eine gute Frau und Mutter. Doch vorher warten viele heilbringende Taten auf mich...
Lantfrits zukünftige Frau ist angekommen. Und mit ihr die junge Liutgart. Wie fern plötzlich Kampf und Krieg von mir sind … Ich kann nicht mehr ohne sie leben! Tilrun wird es verstehen. Doch warum ist noch immer diese Unruhe in mir? Ich bin doch glücklich…
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Chilperich
Ich bin Sohn des Freien Ermanrich und der Wunna. Mit meinem Freund Sigibert habe ich oft die Männer am Abendbelauscht. Wir hörten von Lantfrit und Notker. Von Bissula, Liutgart und Tilrun.
Notker ist mein Held im Spiel, doch möchte ich es besser machen. Ein Ulfhednar zu werden ist mein großes Ziel... Gemeinsam mit Sigibert versuche ich vom Goden immer neue Geschichten zu hören – indem wir zu ihm laufen, wenn wir ihn durch den Wald gehen sehen. Und wenn wir mit unseren Holzschwertern spielen, sagt der Gode manchmal lachend: „Genau wie einst Lantfrit und Notker!“. Ich habe ihn gern.
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Sigibert
Seit meiner frühesten Kindheit höre ich Abends am Feuer die Geschichten von Notker, Tilrun, Liutgart, Lantfrit und Bissula. Lantfrit ist mein Vorbild – ich hoffe ein ebenso großer Krieger zu werden. Die Möglichkeit habe ich, da ich Sohn des Freien Herbert und der Imuba bin.
Wie bei jedem Kind unseres Stammes lehrt mich meine Familie alles, was ich zum Leben brauche. Den Goden in unserem Dorf achten aber alle und wenn ich ihn mit meinem Freund Chilperich alleine antreffe, erzählt er uns ab und zu eine neue Geschichte. Ich denke fast, wenn ich Großmutter beiseite lasse, der Gode kennt die schönsten Geschichten in unserem Dorf.
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